Bon-Steuerung

Aus der Kostenstellenstruktur und den Bondruckern ergibt sich die Bon-Steuerung. Diese kann beliebig gestaltet werden und lässt sich an Dein Konzept anpassen. Es gibt Szenarien, da bietet sich eine ganz simple Struktur an, jedoch erfordern manche betrieblichen Konzepte und deren Anforderungen eine komplexe und individuelle Struktur, damit Gastronovi Office Dich bestmöglich unterstützen kann. Um Dir das Thema Bon-Steuerung generell näher zu bringen und um die Möglichkeiten grundsätzlich zu verstehen, bieten wir Dir hier einige Beispiele und Informationen an. Diese sind unterteilt in die Bereiche einfache und erweiterte Bonsteuerung.

Beispiele für die einfache Bon-Steuerung

Szenario 1: Ein Drucker für Alles

In Deinem Betrieb sollen alle Produktionsbons, ungeachtet der Warengruppen, über einen physischen Drucker ausgegeben werden. Um diese Anforderung zu erfüllen, musst Du einen Bondrucker in der jeweiligen Kostenstelle anlegen und den einen physischen Drucker zuweisen. Die Warengruppen müssen dabei nicht beachtet werden.

  • Lege einen neuen Bondrucker an.
  • Konfiguriere in den Einstellungen den physischen Drucker, der die Bons ausgeben soll.
  • Ordne diesem Drucker keine Warengruppe zu, damit dieser wirklich alle Bons druckt.
  • Konfiguriere die restlichen Einstellungen nach Bedarf.

Szenario 2 - Ein Drucker mit getrennten Warengruppen

In Deinem Betrieb sollen sämtliche Produktionsbons über einen physischen Drucker ausgegeben werden, jedoch getrennt nach den Hauptwarengruppen „Food (Speisen)“ und „Beverage (Getränke)“. Um diese Anforderung zu erfüllen, musst Du zwei Bondrucker in der jeweiligen Kostenstelle anlegen und beiden denselben physischen Drucker und die entsprechenden Warengruppen zuweisen.

  • Lege die beiden Bondrucker an.
  • Konfiguriere in den Einstellungen bei beiden Bondruckern denselben physischen Drucker, damit dieser alle Bons druckt.
  • Ordne jeweils einem Bondrucker eine der beiden gewünschten Warengruppen (z. B. „Food (Speisen)“) zu, damit die entsprechenden Bons gedruckt werden.
  • Konfiguriere die restlichen Einstellungen nach Bedarf und jeweils pro Bondrucker.

Szenario 3 - Zwei Drucker für zwei Standorte

In Deinem Betrieb sollen die Produktionsbons an zwei unterschiedlichen physischen Druckern ausgegeben werden. Ein Drucker steht in der Küche und soll alle Bons für sämtliche Speisen (Food) ausgeben. Der zweite Drucker steht an der Bar und soll alle Bons für sämtliche Getränke (Beverage) ausgeben. Um diese Anforderung zu erfüllen, musst Du zwei Bondrucker in der jeweiligen Kostenstelle anlegen und die unterschiedlichen physischen Drucker und Warengruppen zuweisen.

  • Lege die neuen Bondrucker an.
  • Konfiguriere in den Einstellungen jeweils pro Bondrucker einen der physischen Drucker.
  • Ordne jeweils einem Bondrucker eine der beiden gewünschten Warengruppen (z. B. „Food (Speisen)“) zu, damit die entsprechenden Bons gedruckt werden.
  • Konfiguriere die restlichen Einstellungen nach Bedarf und jeweils pro Bondrucker.

Szenario 4 – Zwei Drucker für zwei Standorte und getrennte Warengruppen

In Deinem Betrieb sollen die Produktionsbons an zwei unterschiedlichen physischen Druckern an verschiedenen Standorten ausgegeben werden. Ein Drucker steht in der Küche und soll alle Bons für die Warengruppe „Speisen (Food)“ ausgeben – außer für die Warengruppe „Kuchen“. Der zweite Drucker steht am Tresen und soll alle Bons für die Warengruppe „Beverage (Getränke)“ ausgeben und die Bons der Warengruppe „Kuchen“. Um diese Anforderung zu erfüllen, musst Du insgesamt drei Bondrucker in der jeweiligen Kostenstelle anlegen und diesen unterschiedliche physischen Drucker und Warengruppen zuweisen.

  • Lege die neuen Bondrucker an.
  • Konfiguriere in den Einstellungen für die ersten beiden Bondrucker denselben physischen Drucker, der am Tresen steht. Beim dritten Bondrucker konfigurierst Du den physischen Drucker, der in der Küche steht.
  • Ordne dem ersten Bondrucker die Warengruppe „Kuchen“ und dem zweiten Bondrucker die Warengruppe „Beverage (Getränke)“ zu. Dem dritten Bondrucker wird die Warengruppe „Food (Speisen)“ zugeordnet.
  • Konfiguriere die restlichen Einstellungen nach Bedarf und jeweils pro Bondrucker.

Hier kommt die Sortierungshierarchie zum Einsatz. Das System prüft beim Drucken der Bons absteigend, ob ein Bondrucker die Anforderungen zum Druck erfüllt. Deshalb werden alle Bons aus der Warengruppe „Kuchen“ am Tresen gedruckt und der Rest in der Küche. Wäre die Hierarchie umgekehrt, würden alle Bons aus der Warengruppe „Food (Speisen)“ in der Küche gedruckt.

Unter der Lupe: Das „ortsgebundene“ Arbeiten

Du kannst in Gastronovi Office einrichten, dass die (Unter-)Kostenstellen, die einem Bereich im Tischplan zugeordnet sind, „ortsgebunden“ behandelt werden sollen. Das bedeutet, dass das System neu geöffnete Vorgänge immer der zugeordneten (Unter-)Kostenstelle aus dem Bereich (im Tischplan) zuweist, sodass dann auch die entsprechende Bon-Steuerung greifen kann und nichts durcheinander gerät. Dieser Vorgang passiert unabhängig von der zugeordneten Kostenstelle aus der Schicht. Du kannst Dich also einfach in der Hauptkostenstelle anmelden und das System erledigt den Rest.

Warum „ortsgebunden“ Arbeiten?

Das ortsgebundene Arbeiten bietet vor Dir vor allem große Flexibilität und verhindert Chaos, denn Rechnungen und Produktionsbons werden an den jeweils dafür vorgesehenen Druckern gedruckt, da die entsprechende Bon-Steuerung greift – ohne, dass Du Dich in Deiner Schicht ummelden oder manuell „abweichende“ Drucker auswählen musst – vollautomatisiert und ohne viel Aufwand.

Wie richte ich das ortsgebundene Arbeiten ein?

  1. Richte die „ortsgebundenen“ Kostenstellen ein.
  2. Ordne Deine Bereiche den entsprechenden Kostenstellen zu.
  3. Optional: Konfiguriere in den Einstellungen der Unterkostenstellen, dass diese versteckt werden, um den Anmeldeprozess zu vereinfachen.

Sind alle Unterkostenstellen versteckt, kann beim Öffnen einer Schicht nur die Hauptkostenstelle ausgewählt werden. Die Bon-Steuerung erfolgt dann im Hintergrund über die „ortsgebundenen“ Kostenstellen und den verknüpften Bereichen und die Servicekräfte sind flexibel einsetzbar.

Spezifische Einstellungen pro Gerät durch Startparameter

Du kannst für jedes Gerät eigene Einstellungen aktivieren, die nur für das aktuelle Gerät gültig sind und generelle Einstellungen aus dem Back Office überschreiben. Diese „lokalen“ Einstellungen können entweder bei jeder Nutzung eingestellt werden oder automatisch beim Neustart eines Geräts aktiviert werden.

Lokale Einstellungen im Blickpunkt

Hier findest Du einen Auszug der „lokalen“ Einstellungen, die Deine Kostenstellen und Deine Drucker betreffen:

Lokale Einstellungen: forcePrinter

Bei dieser Einstellung kann ein Drucker angegeben werden, der den zugeordneten Drucker überschreibt – quasi ein abweichender Rechnungsdrucker, aber nur für das aktuelle Gerät. Der Anwendungsfall könnte sein, dass bei hoher Auslastung zusätzlich ein Mobilgerät eingesetzt wird, das mit einem eigenen mobilen Drucker gekoppelt wird.

Lokale Einstellungen: overridePrinter

Diese Einstellung überschreibt den Produktionsdrucker mit dem Drucker, der bei forcePrinter angegeben ist. Es können auch eine oder mehrere gezielte Überschreibung (z. B. „151>837“) eingetragen werden, die für dieses Gerät gelten sollen, statt der allgemeinen Überschreibung. Bei mehreren Einträge müssen diese durch ein Komma getrennt werden.

Lokale Einstellungen: forceCostunit

Diese Einstellung bindet das Gerät automatisch an eine ausgewählte Kostenstelle und deren Einstellungen bzw. Bon-Steuerung. Der Anwendungsfall könnte sein, um bei riesigen Betrieben eine klare Zugehörigkeit zu schaffen und Prozesse zu verschlanken.

Eine Übersicht aller „lokaler“ Einstellungen findest Du hier: Lokale Einstellungen

Wieso funktioniert meine Bon-Steuerung nicht?

In den meisten Fällen liegt es an der Sortierungshierarchie der angelegten Bondrucker. Das System arbeitet sich dabei von oben nach unten durch. Überprüfe also, ob alle Drucker in der richtigen Reihenfolge angelegt sind, und verschiebe diese bei Bedarf. Als Leitsatz sollte dabei gelten: Sortiere von der feinsten zur gröbsten Einstellung. Und beachte, ob ein Bondrucker vielleicht einen anderen überschreibt.

Wie gehe ich mit der Warengruppe „Non-Foods (Nichtlebensmittel)“ um?

Du hast auch Non-Foods oder unsortierte Produkte im Sortiment? Dann kannst Du einen zusätzlichen Bondrucker erstellen, der alle Sonderfälle abfängt. Diesem ordnest Du keine Warengruppe zu und Du platzierst ihn ganz unten in der Hierarchie. Dadurch werden nun alle Produktionsbons abgefangen und gedruckt, die durch die restliche Bonsteuerung nicht erfasst werden. Wenn du verschiedene physische Drucker im Einsatz hast, wähle den geeignetsten Standort aus.

Die Informationen sind allgemeiner Art und stellen keine Rechtsberatung dar.
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